WARUM DU RYE WHISKEY PROBIEREN SOLLTEST

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Rye Whiskey war vor hundert Jahren und mehr sehr beliebt bei Whiskeytrinkern. Besonders die USA und Kanada waren dafür bekannt, dass ihre Bürger auf Rye Whiskey standen. Doch das war damals. Heute muss sich der Rye seine Daseinsberechtigung erkämpfen. Das macht er zum Glück recht gut, so dass ich dir hier gern mehr über ihn erzählen möchte. Vielleicht bringe ich dich ja auf den Geschmack.

Was ist Rye Whiskey eigentlich?

Rye Whiskey ist Whiskey der überwiegend oder komplett aus Roggen gebrannt wird. Im Vergleich zu „normalem“ Whiskey schmeckt er deutlich würziger, bitterer und trockener. Damit ist er heute nicht für jedermanns Geschmack geeignet. Das kann aber auch daran leigen, dass uns Blended Whiskey und Singel Malts fest in ihrem Griff haben. Probieren geht beim Rye Whiskey vor Studieren. Dass er so schlecht nicht schmecken kann, zeigt das Wachstum in diesem Segment des Whiskey-Marktes. Waren es zum Beginn des neuen Jahrtausends nur wenige Destillen, die Rye Whiskey herstellten, so sieht das heute schon ganz anders aus. Viele US-amerikanische Brennereien produzieren den einst beliebtesten Whiskey der USA wieder verstärkt. Hätte die Prohibition in den USA nicht so viele Destillen vernichtet, wäre der Rye Whiskey heute vielleicht immer noch der beliebteste Whiskey der Amerikaner und nicht vom Bourbon Whiskey verdrängt worden.





 Wann ist ein Rye ein Rye?

Wann sich ein Whiskey Rye Whiskey nennen darf, hängt natürlich davon ab, wie er hergestellt wird. Zumindest gilt das für den US-amerikanischen Whiskey. Kanadischer Whiskey kann Rye heißen, obwohl gar kein Roggen zur Herstellung verwendet wurde, aber dazu später mehr. Der amerikanische Rye Whiskey muss mindestens einen Roggenanteil von 51 Prozent beinhalten und darf bei der Herstellung nie mehr als 80 Volumen-Prozent haben. Bei der Lagerung müssen neu verkohlte Eichenfässer verwendet werden und er muss mindestens zwei Jahre lagern. Erst dann hat der Whiskey es geschafft und darf als Rye Whiskey bezeichnet werden.

In Kanada ist alles etwas anders

Die Kanadier können jeden Whiskey Rye nennen, wenn sie wollen. Das ist historisch einfach so entstanden. Da früher so ziemlich jeder kanadische Whiskey mit Roggen hergestellt wurde, waren Rye Whiskey und Canadian Whiskey identisch. Da heute aber meist der billigere Mais oder Weizen verwendet werden, die gesetzlichen Vorgaben jedoch keine Einschränkungen bei der Bezeichnung machen, kann ein Canadian Rye Whiskey komplett ohne Roggen hergestellt sein. Das sollte man wissen, wenn man kanadischen Rye Whiskey kaufen will und Wert auf ein Roggen-Destilat legt.

Rye und andere Drinks – Meine Empfehlungen

Rye Whiskey ist nichts für Weichspüler. Pur ist ein reiner Roggen-Whiskey trocken und sehr würzig. Wer ihn nicht kennt, kann beispielsweise den 1776 Rye Whisky*, eine der ältesten Whiskymarken der USA, probieren. Der Roggenanteil liegt hier bei über 90 Prozent. Vom Beam Suntory-Konzern kommt der Knob Creek Rye Whisky*, der sich durch eine besonders lange Lagerzeit von 9 Jahren  auszeichnet. Aus dem selben Unternehmen stammt der Old Verholt Rye Whisky*. Er ist besonders aromatisch, behält aber dennoch die typische herbe Würze.

Doch nicht nur pur macht Rye Whiskey eine gute Figur. Wer beispielsweise einen wirklich guten Manhattan Cocktail genießen will, sollte Rye Whiskey als Zutat verwenden. Hier ist selbstverständlich ein hochwertiger Whiskey mit sehr hohem Roggenanteil fast zu schade. Eine günstige Version, wie zum Beispiel der Jim Beam Rye Whisky*, ist dafür besser geeignet. Durch guten Rye Whiskey kann der Manhattan erst sein gesamtes Potenzial entfalten. Probiere es aus! Du wirst angenehm überrascht sein.

Hier zeige ich dir noch einmal meine Empfehlungen. Wenn du bisher keine Erfahrungen mit Rye Whiskeys gesammelt hast, trau dich einfach. Wenn  du Whiskey magst, wirst du auch beim Rye einen Favoriten finden können.

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Titelbild: Roggenfeld #1 by Zeitfixierer CC BY-SA 2.0

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