WHISKY RICHTIG LAGERN

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Wer Whisky mag, hat früher oder später seine heimlichen Favoriten, die immer wieder gern ins Glas kommen. Da ist es naheliegend die besonders wohlschmeckenden Tropfen einer Abfüllung mit einer oder mehreren Flaschen auf Vorrat zu haben. Wenn du also einen Whisky findest, der dir besonders gefällt, dann beschaffe dir schnell noch eine weitere Flasche aus dieser Abfüllung. Mitunter sind gute Whiskyabfüllungen schnell vergriffen und man muss auf Alternativen ausweichen. Ob diese dann geschmacklich den gleichen Nerv bei dir treffen ist allerdings ein kleines Glücksspiel. Bist du ein Genuss-Sammler? Dann mache dich, noch bevor die Whiskyflasche zur Neige geht, auf die Suche nach Flaschen derselben Abfüllung. Wenn du Whisky als Wertanlage verstehst, wirst du ebenfalls früher oder später einige Flaschen angesammelt haben. Wie du den Whisky dann am besten lagern kannst, erfährst du hier.

Whisky richtig lagern ist (k)eine Wissenschaft

Grundsätzlich musst du unterscheiden, ob du eine verschlossene Flasche Whisky lagern willst, oder eine bereits angebrochene. Pflegeleicht sind, du wirst es dir sicher denken können, die  original verschlossenen Whiskyflaschen. Diese kannst du ohne viel Aufwand aufbewahren und musst kaum Veränderungen bei Qualität und Geschmack erwarten. Ob und wie sich ein Whisky im Lauf seiner Lagerung verändert, ist recht schwierig festzustellen. Um dabei auf Nummer sicher zu gehen bräuchtest du für jeden Whisky eine Referenzflasche, die absolut luftdicht und dunkel bei einer stets konstanten Temperatur gelagert wurde. Nur so könntest du ermitteln, ob ein gelagerter Whisky über die Zeit seine Eigenschaften bezüglich Geschmack und Aroma verändert hat. Das ist dann doch ziemlich aufwändig und nicht sehr zielführend. Whisky soll schließlich Spaß machen und nicht in Raketenwissenschaft ausarten. Schauen wir also auf drei leicht umzusetzende Punkte, mit denen du deinen Whisky lagern kannst.

Whisky stehend lagern

Man kennt es vom Wein oder Sekt. Die Flaschen liegen im Regal und warten auf einen passenden Zeitpunkt um entkorkt zu werden. Whisky hingegen sollte nie liegend gelagert werden; egal ob als geschlossene oder bereits angebrochene Flasche. Grund dafür ist der Korken. Dieser ist ein Gebrauchskorken. Anders als beim Wein wird dieser immer wieder in die Flasche gedrückt um sie zu verschließen. Dadurch ist der Korken beim Whisky nicht so dicht, wie beim Wein. Er muss ja mit wenig Kraftaufwand geöffnet und auch wieder geschlossen werden können. Wenn du nun die Whiskyflasche hinlegen würdest, kann dir das kostbare Nass auslaufen. Das geschieht natürlich nicht sofort, aber du willst nicht erleben, dass es passiert. Zusätzlich können Stoffe vom Korken den Geschmack des Whiskys verändern und ihn so ungenießbar machen.

Whisky bei konstanter Temperatur lagern

Alkohol neigt zum Verdunsten, Whisky dementsprechend ebenfalls. Je wärmer die Umgebungstemperatur ist, desto eher wird der Whisky zum transpirieren gebracht. Aroma und Alkoholgehalt können bei warmen Temperaturen schneller entweichen als bei kalten. Wenn du jegliche Verdunstung verhindern willst, kannst du dich einem Hilfsmittel bedienen. Parafilm* oder Nescofilm sind Verschlussfolien, die auch in der Biologie und Chemie verwendet werden um Verdunstung und Verunreinigung zu verhindern. Die hohen Ansprüche an das Material helfen deinen Whisky dicht zu verschließen. Diese Lösung ist allerdings nicht unbedingt Preiswert. Für sehr lange Lagerungen ist sie aber zu empfehlen.

Wenn du Whisky lagern willst, um ihn viele Jahre später zu genießen oder zu veräußern, solltest du einen kühlen trockenen Ort wählen, bei dem die Temperatur das ganze Jahr über relativ konstant bleibt. Der Keller wäre ein geeigneter Ort. Dort ist das Klima meist konstant. Wenn du deinen Whisky relativ zeitnah genießen möchtest, musst du ihn aber nicht im Keller verstecken. Ein kühleres Fleckchen in der Wohnung reicht dafür vollkommen aus.

Whisky nicht im direkten Sonnenlicht lagern

So schön der Whisky im Glas auch aussieht, wenn man ihn gegen das Licht, und speziell das Sonnenlicht, hält, so schlecht ist es für den Whisky, wenn er in der Flasche dem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Er bleicht aus. Das klingt im ersten Moment schockierend, ist aber leicht zu umgehen. Viele Whiskyflaschen werden in einer Umverpackung angeboten. Wenn du die Flasche in dieser Verpackung aufbewahrst, ist das schon mal sehr gut. Wenn du eine Flasche nicht jahrelang aufbewahren willst, reicht es aus, den Whisky in der Hausbar aufzubewahren oder in einem Regal, was in einer dunkleren Ecke der Wohnung steht. Möchtest du hingegen ganze Dekaden am Whisky vorbei ziehen lassen, verschließe den Whisky zusätzlich mit Parafilm und lagere ihn an einem kühlen, dunklen aber auch trockenen Ort auf. Willst du ihn später verkaufen, sollen ja schließlich auch Verpackung und Etikett in einem tadellosen Zustand sein.

Was passiert mit angebrochenem Whisky?

Geöffnete Whiskyflaschen sollten nicht länger als 6 Monate stehen. Ähnlich wie beim Wein, reagiert der Whisky mit der Luft in der Flasche. Das macht er aber zum Glück viel langsamer als der Wein. Der Alkohol verdunstet in der Flasche, der Whisky wird weicher. Auch das Aroma verändert sich. Ob zum Guten oder Schlechten, kann man leider nie sagen. Um das zu verhindern, kann man den Whisky in kleinere Falschen umfüllen. So kommt weniger Luft an den Whisky und er kann angebrochen länger gelagert werden. Eine weitere Variante um die Luft aus der Flasche zu bekommen, ist sie mit Glasmurmeln anzufüllen bis wieder ein Füllstand einer entsprechend vollen Whiskyflasche erreicht ist.

Hier findest du alle Utensilien, die wir empfehlen um Whisky richtig zu lagern.

Titelbild: IMG_7931 by Sarah-Rose @flickr.com (CC BY-ND 2.0)

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